Auftrag: Die weltweit modernste Terminallok zieht schwerere Lasten im schwedischen Kiruna

Als LKAB die Beladung ihrer Eisenerzzüge um etwa 60 Prozent erhöhte, wurden leistungsstärkere Lokomotiven an den Terminals benötigt.

Die T46-Lok, die für Transport sowie Be- und Entladen der Eisenerze und Zusatzprodukte verwendet wird, erfüllt die neuen Anforderungen nicht. Doch anstatt neue Loks zu kaufen, wurde Euromaint Rail für einen Totalumbau engagiert.

Die T46 wurde von Nohab 1973-74 speziell für LKAB gebaut. Besonders an der T46 ist ihr niedriges und schmales Profil, das speziell an die Bedingungen in den Bergwerken angepasst wurde.  Euromaint Rail überholte die Loks vor 17 Jahren, doch jetzt können sie nicht mehr restauriert werden. Die Eisenerzzüge werden von 52 auf 68 Waggons erweitert, und das Lastgewicht steigt von 5.200 auf 8.200 Tonnen. Daher ist ein vollkommen neues Konzept erforderlich. Man braucht eine Terminallok mit einer größeren Leistung.

„Wir haben überlegt, vollkommen neue Loks zu kaufen“, berichtet Thomas Nordmark, Projektleiter bei LKAB, „aber dies wäre mit wesentlich höheren Kosten verbunden und eigentlich gibt es keine Lokomotive auf dem Markt, die unsere speziellen Anforderungen erfüllt.“ 


Die T46 vor dem Umbau (Fotograf: Ulf L Eriksson)


Die T46 nach dem Umbau (Fotograf: Christoph Domay)

Alles bis auf den Rahmen und die Drehgestelle der T46 wird entfernt und ein wesentlich effektiverer Antrieb installiert.  Der neue Motor ist ein moderner Dieselmotor mit Hochdruckeinspritzanlage und höherer Leistung. Verglichen mit den alten Motoren reduziert sich der Energieverbrauch um bis zu 25 Prozent, und die Emissionen werden sogar um 70 Prozent reduziert. Daher erhält die Lok die Bezeichnung T46 GPC, wobei GPC für „Green Power Concept“ steht.

Bessere Arbeitsbedingungen für die Lokführer

Auch die Arbeitsbedingungen wurden wesentlich verbessert. Die alten Loks hatten einen Führerstand in der Mitte, die neuen erhalten neue Fahrerkabinen auf jeder Seite mit einem modernen Steuersystem sowie wesentlich besserer Sicht, höherem Komfort und besserer Ergonomie.
Für die Umbauten hat EuroMaint Rail nur bewährte Bauteile bekannter Qualitätslieferanten verwendet. Die T46 muss unter den extremen Bedingungen der Bergwerke und des harten nordeuropäischen Klimas einwandfrei arbeiten und sehr schwere Lasten ziehen.

„Für das Projekt nutzten wir unsere Erfahrung mit unterschiedlichen Komponenten und Montagelösungen, die Temperaturen bis zu minus 40 °C, Eisenerzstaub und Betrieb rund um die Uhr bewältigen. Die Kooperation war geprägt durch große Offenheit, bei der gute Lösungen durch noch bessere ersetzt wurden, die noch mehr Betriebssicherheit gewährleisten und außerdem wartungsfreundlich sind“, berichtet Thomas Nordmark.
Inbetriebnahme im Sommer.

Trygve Engelbert, technischer Direktor bei Euromaint Rail, ist sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit mit LKAB:

„Wir sind sehr stolz, für einen sehr anspruchsvollen Kunden zu arbeiten und zusammen mit LKAB die weltweit modernste Terminallok zu bauen. Es ist eine spannende und reizvolle Aufgabe, eine im Prinzip völlig neue Lok zu bauen.“

Kontakt

Johannes Kandell
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